Bild 39.
Leibgarde der Hartschier (LGH), München.

Ausweis

Zufolge Allerhöchster Entschließung vom 10.10.18
und Kriegs-Ministerial-Erlasses vom 16.10.1918
No. 59261 PK wurde der bisherige Vizefeldwebel und
Offizierstellvertreter

----------August Ritter ----------

des K. 21. Infanterie Regiments vom 1. November
1918 ab als Hartschier in die K. Leibgarde berufen, was
demselben hiermit eröffnet wird.

München, 1. November 1918
K. Leibgarde Kommando

(Stempel: K. B. Leibgarde der Hartschiere) v. Kesling
Generalleutnant u. stellvertr. Generalkapitän



Der 1882 in Reichenbach bei Wunsiedel geborene Vicefeldwebel und Bataillonstambour aus der 9. Kompagnie des Königlich Bayerischen 21. Infanterie-Regiments "Großherzog Friedrich Franz IV. von Mecklenburg-Schwerin" wurde im Weltkrieg zuerst zur 3. Kompagnie des Bayerischen Armierungs-Bataillon 19 und später zum Garnisons-Bataillon Fürth versetzt, bevor der in den letzen Kriegstagen 1918 zur Leibgarde der Hartschier berufen wurde. Nach Auflösung der LGH erfolgte 1919 eine Anstellung als Assistent der Staatsanwaltschaft beim Landgericht Eichstätt. 

Extrem seltenes Dokument der LGH aus den letzten Tagen des 1. Weltkrieges. Format des linierten Papiers ca. 21 X 33 cm, gefaltet und gelocht, mit Knickstellen und Einrissen. Euro 275,00.


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